Betreiber nach Razzia verhaftet

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Betreiber nach Razzia verhaftet

Beitrag von WaLKa am Mi 8 Jun 2011 - 21:48

Betreiber nach Razzia verhaftet


Das Portal Kino.to ist offline: Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat das Portal abgeschaltet und die Domain beschlagnahmt. Zudem wurden bei mehreren Razzien 13 der Betreiber festgenommen.



Die illegale Webseite Kino.to hatte Millionen Nutzer: Sie sahen sich aktuelle Fernsehserien und Kinofilme im Streaming-Verfahren an. Wer die Plattform am Mittwoch aufrief, bekam allerdings nur einen Hinweis der Kriminalpolizei zu sehen, dass die Sie Seite gesperrt sei.

Die Polizei ist bundesweit gegen die Betreiber der Internetseite vorgegangen. Bundesweit wurden am Mittwoch mehr als 20 Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren durchsucht, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Geleitet werden die Untersuchungen von der sächsischen Sonderermittlungseinheit INES.

21 Beschuldigte
Die Durchsuchungen richteten sich den Angaben zufolge gegen die Betreiber der Webseite Kino.to und ihre Helfer. Zeitgleich habe es Aktionen in Spanien und Frankreich gegeben. 13 Personen seien festgenommen worden, nach einer weiteren Person werde gefahndet. Insgesamt würden 21 Personen beschuldigt, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

Gegen die Seitenbetreiber und ihre technischen Helfer werde wegen Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen in über einer Million Fällen ermittelt. Ihnen drohen den Angaben zufolge bis zu fünf Jahre Haft.

Größtes illegales Filmportal
Die Webseite Kino.to ist nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft das größte deutschsprachige Portal, über das Raubkopien von Spielfilmen und Serien illegal verbreitet werden. Die Seite habe etwa vier Millionen Nutzer täglich. Der Schaden für die Filmwirtschaft und die Gewinne der Hauptbeschuldigten lägen im siebenstelligen Euro-Bereich.
Die sächsische Ermittler-Sondereinheit zur Bekämpfung schwerer Kriminalität war 2004 als Antikorruptionseinheit gegründet worden. Seit 2009 befasst sich INES unter Leitung der Generalstaatsanwaltschaft mit schweren Verbrechen aller Art. Bekämpft werden beispielsweise organisierte Kriminalität, illegale Beschäftigung, Bandenkriminalität und Bestechung. Die Einheit kann nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft bundesweit ermitteln, wenn sie für ein Verfahren verantwortlich ist.

Quelle: Focus

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